DevOps & Cloud

Springen Sie ins digitale Zeitalter

3. Januar 2018

Sind Amazon, Google, Facebook und Apple die Unternehmen der Zukunft?

Durch ihre komplett digitale Strategie haben sie zumindest großen Einfluss am Markt gewonnen. Diese Unternehmen produzieren ihre Waren und Dienstleistungen deutlich günstiger, schneller und einfacher als die meisten ihrer Konkurrenten. Sie müssen keine großen Lagerhallen und Läden mitten in der Stadt unterhalten, sondern setzen auf eine weltweit zugängliche Webseite und wenige zentrale Lagerzentren. Von dort aus stellen sie ihre Angebote jedem Kunden zur Verfügung.

Viele traditionelle Unternehmen beängstigt das.
Zu Recht wie ich finde!

Es ist für Unternehmen daher an der Zeit mit der eigenen digitalen Strategie an den Start zu gehen. Eigentlich darf diesbezüglich keine weitere Zeit mehr verloren gehen. Doch immer wieder treffe ich auf Unternehmen und Mitarbeiter, die mit einem gewissen Desinteresse auf die starken Marktverschiebungen reagieren. Sie denken, dass sich schon alles richten wird oder sie erkennen die Tragweite der Digitalisierung erst gar nicht.

Klassische Methoden sind kostspielig

Ich bin erstaunt darüber, wie viele Unternehmen glauben, dass Sie mit den altbewährten Methoden ihr traditionell orientiertes Unternehmen fortführen können. Die Digitalisierung ändert alles und ist nicht mehr aufzuhalten. Traditionell orientierte Unternehmen sollten daher jetzt auf den Zug aufspringen und ihre Geschäftsbereiche digitalisieren. Klassische Methoden sind langfristig zu kostspielig um mithalten zu können. Wer heute noch glaubt, alles hat ewig Bestand und es gibt kein Grund zur Sorge, der sollte einen Blick auf den deutschen Aktienindex DAX werfen. Heute sind nur noch die Hälfte der Unternehmen aus dem DAX-Gründungsjahr 1988 vertreten. Dadurch wird deutlich, dass viele traditionell orientierte Unternehmen wie Dinosaurier aussterben werden.

So gestalten Sie den digitalen Arbeitsplatz

Aber warum begegnen viele Arbeitskräfte, Manager und Geschäftsführer dieser Herausforderung mit Desinteresse?

Ist es jetzt an der Zeit den Kopf in den Sand zu stecken? Ich denke nicht. Wir können dieser Herausforderung erfolgreich begegnen!

In Deutschland gibt es sehr viele gut ausgebildete Fachkräfte und Uniabsolventen, welche nur konsequent und kontinuierlich gefördert werden müssen. Bleibt dies aus, wechseln diese zu einem attraktiveren, amerikanischen Arbeitgeber, wie Amazon oder Google, und leben dort z.B. ihren Forschungsdrang aus. Wir brauchen einen attraktiven digitalen Arbeitgeber in Europa, damit der digitale Arbeitsmarkt gestärkt wird.

Aktuell sind amerikanische Tech Unternehmen für deutsche, österreichische und schweizer Arbeitnehmer sehr beliebt. Zum einen wissen viele Arbeitskräfte, um das attraktive Gehalt eines amerikanischen Tech Unternehmens. Zum anderen lesen sie über die kreative Unternehmenskultur, in der Führungskräfte mit partizipatorischem Führungsstil das Einbringen von Ideen von Mitarbeitern begrüßen und diese dazu ermutigen. Ergänzt wird dies durch gute Arbeitsbedingungen, wie aktuellstes Equipment, moderne und helle Arbeitsplätze, Weiterbildungsangebote und inhaltlich interessante Aufgaben. Abgerundet wird alles durch das Angebot von überdurchschnittlichen Benefits, wie z.B. Home Office, Fitnessstudiokarte, verschiedener Arbeitszeitmodelle und Beteiligung an der Gesundheitsvorsorge. All diese Faktoren betrachten Fachkräfte bei der Wahl des Arbeitgebers. Die Tech Unternehmen wissen dies und scheinen zudem den digitalen Arbeitsplatz fast zu einem Erlebnispark zu machen, mit Tischkicker, Rutsche und hervorragender Kantine.

Auch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz braucht es solche Arbeitgeber; und zwar Arbeitgeber, die nicht nur versprechen, sondern die Versprechen auch einlösen. Nehmen Sie die Talententwicklung daher genauso ernst, wie es Google und Amazon in der Tech Sparte tun. Denn wo sind diese Unternehmen in Europa? Aktuell fühlen sich nämlich viele Arbeitskräfte und Absolventen von den Angeboten des digitalen Arbeitsmarkts in Europa individuell nicht angesprochen.

Mehr Aufmerksamkeit für die Digitalabteilung im Detail

Die Lösung kann daher nur lauten: Geschäftsführer müssen ein Bewusstsein für ihre digitalen Abteilungen entwickeln. Sie müssen die Attraktivität für ihr Unternehmen gegenüber aktuellen und zukünftigen Mitarbeitern hervorheben. Zum Beispiel können Events wie Hackathons veranstaltet werden, mit denen Unternehmen als "hippes" Unternehmen am digitalen Puls der Zeit vermarktet werden. Selbstverständlich sind nicht nur Show-Effekte wichtig.

Auch im Kleinen müssen nachhaltige Verbesserungen geschaffen werden, um die Attraktivität des digitalen Arbeitsplatzes zu sichern. Neben den bereits genannten Goodies wie Tischkicker und Co. sollte speziell auch der Arbeitsplatz und die Werkzeuge des Mitarbeiters auf dem neusten Stand sein. Ergonomische Stühle, Tische und Computer mit Betriebssystem nach Wahl sind ein guter Anfang. Aber auch die Produkte, die der Mitarbeiter tagtäglich verwendet, müssen auf den Prüfstand gestellt werden. Ist die Software mit denen die Mitarbeiter arbeiten auf dem neusten Stand? Oder verwenden sie bereits das alte Eisen? Gibt es alternative Software, mit denen Mitarbeiter effizienter und einfacher zum Ziel kommen?

Ich bin der Meinung, wir sollten die Arbeit zum Genuss machen. Und die Software muss die Mitarbeiter dabei unterstützen. Sie muss den Spaß und die Leidenschaft der Mitarbeiter in produktive Arbeit ummünzen.


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